Neues Jahr, neue Vorsätze: Wie du es schaffst, gute Vorsätze einzuhalten

Mehr Sport machen, gesünder essen, mit dem Rauchen aufhören, bewusster mit Geld umgehen – wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze, die zum Beginn eines neuen Jahres fast automatisch auftauchen.

Fitness-Studios vermelden plötzlich eine Vielzahl neuer Anmeldungen, ebenso Abnehm- sowie Anti-Raucher-Programme, Diätkurse, der Einzelhandel für Gesundheits- und Sportangebote boomt.

Aber warum ebbt dieser „Im-neuen-Jahr-mache-ich-alles-besser“-Enthusiasmus im Laufe des Jahres wieder ab?

Aus psychologischer Sicht kann man besonders zwei Aspekte beobachten, die dazu führen:

  1. Wir nehmen uns zuviel gleichzeitig vor und überfordern uns.
  1. Die Ziele, die wir uns stecken, sind nicht konkret genug.

Von jetzt an möchte ich nur noch gesund leben. Jede Woche dreimal ins Fitness-Studio gehen. Jede Mahlzeit nur noch gesund essen. Nie wieder einen unnützen Euro ausgeben.

Das GEFÜHLTE Scheitern ist also vorprogrammiert. Selbst wenn wir anfänglich unsere Vorsätze umsetzen – was ja eigentlich ein toller Erfolg ist – kommt irgendwann irgendetwas dazwischen.

Die Erkältung hindert am Sportprogramm, der Stress bei der Arbeit führt zum Frust-Snack zwischendurch, Terminstress macht den Gang ins Fitness-Studio zum logistischen Jonglier-Akt.

Das ist völlig normal, so unstetig ist eben auch der Alltag. Genau das ist wichtig einzuplanen. Denn: je besser wir planen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir erfolgreich sind.

Was genau bedeutet das?

 

Realistische Ziele setzen

So redundant das klingt, so grundlegend wichtig ist dieser Aspekt. Ziele, die wir uns stecken, müssen tatsächlich realistisch erreichbar sein.

Wie genau ist mein Status quo? Und was ist davon ausgehend realistisch? Schaffe ich es tatsächlich, jede Woche dreimal ins Fitness-Studio zu gehen, wenn ich bisher keinen Sport gemacht habe? Oder wären 1-2 mal eher umsetzbar? Nehme ich mir für den Anfang vielleicht lieber vor, nach gesunden Rezepten zu schauen und das Frühstück gesünder zu gestalten? Oder zwei Mahlzeiten in der Woche umzustellen?

 

Einen Fokus setzen

Von heute auf morgen gleichzeitig mehrere Lebensbereiche zu verändern erfordert ganz schön viel Anstrengung, Planung, Organisation und Durchhaltevermögen. Natürlich ist das möglich, keine Frage. Aus der Erfahrung heraus ist es jedoch meistens überfordernd, man fühlt sich schlecht, wenn man es mal nicht schafft, letztendlich schwindet die Motivation, die geschmiedeten Pläne durchzuhalten.

Um das zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich zunächst auf einen Bereich zu konzentrieren, mit dem man beginnt. Auch das bedeutet, sich realistische Ziele zu setzen. Je realistischer ein Ziel erreicht werden kann, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg. Und Erfolg ist natürlich ein super Ansporn zum Dranbleiben und sich Schritt für Schritt auch auf weitere Bereiche zu konzentrieren.

 

Konkrete Erfolgskriterien festlegen

Was bedeutet es genau, gesünder zu leben? Das ist natürlich sehr individuell und Definitionssache.

Für den einen heißt es, soundso oft zum Sport zu gehen. Für den anderen jedoch auf Schokolade zu verzichten, eine bestimmtes Gewicht abzunehmen, soundso oft pro Woche eine bestimmte Art von Ernährung zu integrieren und so weiter.

Bewusster mit Geld umzugehen bedeutet vielleicht für jemanden, weniger mit Karte zu bezahlen, Buch zu führen, und für jemand anderen eine konkrete Summe am Ende des Monats zu sparen.

Wie gesagt, sehr individuell und Definitionssache.

Je konkretere Kriterien wir festlegen, umso genauer wissen wir natürlich auch, wann wir sie erreicht haben und erfolgreich sind. Je genauer wir wissen, worauf wir überhaupt hinarbeiten, umso leichter ist es, die einzelnen Schritte umzusetzen und tatsächlich erfolgreich zu sein.

 

Flexibel sein

Was, wenn trotz noch so guter und präziser Planung etwas Unvorhergesehenes passiert? Die Umsetzung sich doch als schwieriger erweist als zunächst angenommen? Was dann, den Kopf in den Sand stecken und aufgeben?

Genau das passiert im Laufe des Jahres vielen Menschen, die anfangs noch euphorisiert mit den Vorsätzen ins Jahr gestartet sind. Aber, wie gesagt, dass etwas dazwischenkommt ist doch völlig normal und menschlich.

Eine flexible Anpassung an die neuen Gegebenheiten ist dann hilfreich.

Möglicherweise ist jemand voller Motivation von null auf hundert plötzlich jeden Tag Laufen gegangen, hat die Bänder und Muskeln überstrapaziert und muss nun zwangspausieren. Dumm gelaufen?! Und das vielleicht schon Ende Januar?

Nun ja, dann müssen eben neue Ziele her bzw. Wege, sich sportlich zu betätigen oder gesund zu leben. Was wäre die Alternative? Bis zum nächsten Jahr warten, um neue Vorsätze zu schmieden? Nur weil der ursprüngliche Plan nicht klappt?

Vielleicht müssen gar nicht alle guten Vorsätze über Bord geschmissen werden, sondern können angepasst werden. Vielleicht kann das Pensum reduziert werden, ohne den Sport gleich komplett aufzugeben, oder mehr Fokus auf die Ernährung gelegt werden?

Was wenn man nach einer rauchfreien Woche im Berufsstress doch wieder zur Zigarette greift? „Jetzt bin ich rückfällig geworden und doch wieder angefangen zu rauchen!“ Tatsächlich, nach einer Zigarette? Oder lässt sich der Rückfall stoppen und die eine Zigarette eine Ausnahme sein? Eine, aus der man vielleicht sogar lernen kann, in welchen Situationen man besonders anfällig ist, seine guten Vorsätze zu verwerfen?

 

Erfolge und besonders die Anstrengung würdigen

Vor allem ist es wichtig, sich selbst nicht abzuwerten, wenn nicht direkt alles klappt, was wir uns vornehmen. Wie gesagt, mache Ziele sind ganz schön groß, eine tierische Herausforderung sogar. Ließen sich die Vorsätze so einfach umsetzen, wäre die Anstrengung nicht so groß und Rückschläge schließlich gar kein Thema.

Den Fokus auf die erreichten Erfolge zu setzen anstatt auf die Ausnahmen, bei denen es nicht geklappt hat, hilft, um die Anstrengung zu würdigen, die diese Veränderungen mit sich bringen. Auch wenn anstatt der gewünschten 10 „nur“ 7 Kilo abgenommen werden – das sind sieben abgenommen Kilos! Das ist doch toll! Sechs rauchfreie Wochen mit einer Ausrutscherzigarette sind besser als eine Zigarette über zu bewerten und wieder komplett anzufangen zu Rauchen. Vielleicht wird der Abstand zum nächsten Ausrutscher noch größer als sechs Wochen?

 

Wie hältst du es mit den guten Vorsätzen? Schreibe mir einen Kommentar dazu!

In diesem Sinne wünsche ich dir ein gutes neues Jahr und danke dir herzlich für das Lesen meines Artikels!

Wenn er dir gefallen hat, teile ihn mit deinen Freunden und anderen, für die er hilfreich sein könnte.

Bis bald,
Anna

 

 

 

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